Samstag, 28. März 2015

Digitale Fotokunst

Black water - Jürgen Oliver Blank (2015)
"Black water" heißt die großartige Fotografie des Fotokünstlers Jürgen Oliver Blank und könnte gleichsam als Synonym für das Schwarze Meer stehen. Düstere Wolken sind aufgezogen, die die Wellen einfrieren und in eine seltsame Schockstarre versetzen. Eine äußerst ausdruckvolle Aufnahme, die man in dieser an Ansel Adams erinnernden Qualität nur sehr selten sieht. Eine imposante Momentaufnahme der rauhen See, die sich zu einem lebensbedrohlichen Tsunami aufschaukeln kann, um mit voller Wucht das Ufer und den gesamten Horizont hinwegzufegen. Die Fotografie sollte man unbedingt mit einem Klick aufs Bild in einem virtuellen, schwarzen Passepartout betrachten. Die digitale Fotokunst drückt eben mit der Bilddramaturgie mehr aus als mit tausend Worten.

Alle Bildrechte : Jürgen Oliver Blank

Freitag, 27. März 2015

Künstler-Stammtisch-Raisting


Zum sechsjährigen Bestehen präsentiert sich der Künstler-Stammtisch-Raisting mit einer eigenen Homepage auf der sich alle Künstler vorstellen. Alle Gemeinschaftsausstellungen der vergangenen Jahre können besucht werden :

Donnerstag, 26. März 2015

Kinetische Kunst

Neunmalweiss

von

Das kinetische Wandobjekt neunmalweiss des Künstlers Max Mirlach besticht durch die Ästhetik der langsamen Bewegung. Auf neun weißen Quadratflächen, die zusammen ein 3x3 Quadrat bilden, drehen sich neun weiße, spitzovale Hohlkörper scheinbar unabhängig voneinander in entgegengesetze Richtungen. Die anachronistische Langsamkeit erweckt neue Formen zum Leben. Man gewinnt den Eindruck als ob die Hohlkörper miteinander kommunizieren, um sich daraufhin behutsam und sanft zu berühren. 

Die Gesamtrotation, einem asynchronen Formationstanz gleich, zieht den faszinierten Betrachter länger in seinen Bann, der es gespannt erwartet welch unerwartete Formationen sich ergeben.


Das 2x2 m große Wandobjekt wirkt puristisch und zeitlos.
Als kinetisches Kunstobjekt liegt es außerhalb von Raum und Zeit.


Bild-, Foto- und Videorechte : Max Mirlach

Sonntag, 22. März 2015

Stellwerk Diessen



Contain Art
Fotografien

28.3. - 5.4.2015
Sa/So 14 -18 Uhr
Vernissage am 27. März um 20 Uhr

"Reisen zwischen Poesie und Wirklichkeit"

"Die Münchner Künstlerin und Fotografin Barbara Hartmann und der Bremer Autor Jürgen Banse sind der Innen- und Außenwelt großer Containerschiffe leidenschaftlich verfallen. Inspiriert von Reproduktionen der großen Meister klassischer Kunst, die in Unterkünften, Gemeinschafts- und Maschinenräumen der Schiffe hängen, verwandeln sie mit Fotografien und Texten die Banalität des Alltäglichen in Momente der Poesie."
(Text : Albrecht Lampe)

Seestrasse 5, 86911 Diessen

Freitag, 20. März 2015

Montag, 16. März 2015

Pastellporträt

Me, Myself and I - Cemal Amac (2012)

Manchmal ist man sich im Leben selbst ein Rätsel. Im gesetzten Alter steht das Leib-Seele-Problem noch stärker im Vordergrund, den der Weilheimer Künstler Cemal Amac in einem stark verfremdeten Selbstporträt ausdrückt. Die Frage nach dem "Wer bin i(ch) ?" wird durch eine enigmatische Dreideutigkeit der eigenen Person mit dem Bildtitel "Me, Myself and I" beantwortet. Schemenhaft erkennt man einen Menschenkopf, der das "Tüpfelchen auf dem i" auf der Suche nach dem eigenene Ich gefunden hat und den Daumen hochhält. Eine optimistische Geste.

Das Porträt ist aber kein Puzzle, sondern Abbild der tatsächlichen Lebensbefindlichkeit als Tetrisbild, worin die Person als Produkt der auf ihn - bildlich gesprochen - spontan zufallenden Umstände dargestellt wird, die sie fortwährend versucht zu meistern und die sie aber zwangsläufig prägen. Die Persönlichkeit wird also als plastische Verformung des Selbst durch die aktuell gegebenen Lebensumstände verstanden. Im Selbstporträt passt sich die Person förmlich an neue Farbkonturen seiner Umgebung an und nimmt so unfreiwillig neue Gestalten an. Es bleibt die Erkenntnis, dass ein einziges, neues Ereignis das Selbstbildnis wiederum völlig verändern könnte.

Sonntag, 15. März 2015

Freitag, 13. März 2015

Städtebau

Brasilia´92 - Turgay Amac (1992)
Ein Blick auf Brasilia, die vom brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer, Städteplaner Lucio Costa und Gartenbauer Burle Marx auf dem Reißbrett in Form eines Flugzeugs entworfene Haupststadt Brasiliens.
   In meiner einstigen Aufnahme sieht man den Blick auf die sog. Eixo Monumental, die monumentale Hauptachse der Stadt. Also auf den Flugzeugrumpf bis hinauf in die Cockpitspitze, wo man das Parlamentsgebäude gerade noch als Zwillingsturm erkennt. Das Parlament wird flankiert von den blockförmigen Ministerien, wobei man bei genauerem Hinsehen rechts die berühmte Kathedrale von Brasilia entdeckt, die als Marienkrone aber sogleich auch als Dornenkrone Christi, Blüte oder als betende Hände interpretiert werden kann. Die statische Berechnung der Kathedrale selbst ist ein Meisterwerk von Joaquim Cardoso.

Die Mittelachse bildet den Übergang zu den Wohngebieten in den Flügeln, wobei zentral zwei riesige Einkaufszentren und verschiedene Hotelkomplexe gebaut wurden. Der zentral angelegte Verkehrsknotenpunkt wirkt wie ein überdimensionales, vierblättriges Kleeblatt und ist umgeben vom Stadtpark, die eine Brunnenanlage, angelegt als Teich mit künstlichen amazonischen Seerosen mit Fontänenspiel, miteinschließt. 
   Es ist sozusagen ein Blick in den Schaltkreis einer Hauptstadt, die reduziert als "Motherboard" die Struktur und Funktion für alle anderen Städte vorzugeben scheint. Diese Grundidee findet man auch in der Anlage der ETH in Zürich-Hönggerberg wieder, wobei hier die einzelnen Fakultäten wie gigantische, elektronische Einzelbauteile ineinandergreifen und somit die Verbundenheit und Einheit der Universität visuell unterstreichen.
   Obwohl Brasilia einst als Retortenstadt zunächst befremdlich wirkte, ist sie heute zu einer prächtigen Hauptstadt herangereift in der man gerne wohnt.

Montag, 9. März 2015

Abtei Venio

33 x Walchensee - Martin Gensbaur


URFELD
16. Januar bis 20. April 2015

Gartensaal der Abtei Venio
Döllingerstr. 32
80639 München- Nymphenburg

Sonntag, 8. März 2015

14. Int. Syrlin Kunstpreis 2015

Reinhard Giebelhausen

14. Int. Syrlin Kunstpreis 2015

Herzlichen Glückwunsch
zum 2. Preis in der Kategorie
Digitales Gestalten
an Herrn 
Vorsitzender des Kunstforum Weilheim !

Samstag, 7. März 2015

Bronzeskulptur

Aufschwung - Harald Froschmaier
Vom Obersöcheringer Künstler Harald Froschmaier stammt die kleine Bronzeskulptur mit dem Titel "Aufschwung", die bereits 2012 in der Galerie auf Zeit in Weilheim zu sehen war. Man sieht einen vom Wind zerzausten Mann im zerfledderten Mantel, der sich einst warm anziehen musste und sich nur dank des Rückenwinds auf den Beinen halten kann. Eine künstlerische Allegorie auf das beschwerliche Leben, die der Bildhauer bei den Inuit in Alaska gelernt hat, wo er zunächst mit dem Holzschnitzen begann. Seit 2007 beschäftigt sich der Bildhauer, der Mitglied derMurnauer Künstlervereinigung Tusculum ist, mit der Bronzebearbeitung und dem Bronzeguss. So entstanden über die Jahre weitere kleine Bronzeskulpturen, in denen sich die Figuren "durchs Leben boxen" oder gar "mit dem Kopf durch die Wand gehen". "Ecce Homo" heisst deshalb auch eine seiner Figuren, das als Motiv in seiner Bildhauerkunst auch für eine ganze Reihe seiner Bronze- und Specksteinskulpturen stehen könnte.

Alle Bild- und Werkrechte : Harald Froschmaier

Freitag, 6. März 2015

Studio Rose



STERNBERG  FORESTI  BLANK
7./8. März 2015, 14 - 18 Uhr

Studio Rose
Schondorf


Sehr gespannt war man auf die Vernissage der drei "West Coast Künstler" vom Ammersee, weil sie bereits in gleicher Besetzung im letzten Jahr im Studio Rose sich bereits diesen gemeinsamen Namen gemacht  haben, um zu erfahren wie die Künstler sich weiterentwickelt haben. Und man muss sagen, dass nach der erfolgreichen Premiere das Motto "Never change a winning team" nun auch in der Kunstszene Geltung bekommt und man dabei auch die Hängung beibehalten kann, zumal wenn der künstlerische Fortschritt so rasant verläuft. 


Zum Titel der Gemeinschaftsausstellung "Strukturen und Texturen in der Malerei und Fotografie" präsentiert die Diessener Malerin Annunciata Foresti Acrlybilder, die man als "textile Malerei" bezeichnet hat. Sie verwebt mit Farben in langwieriger Handarbeit die Leinwand so, dass neue außergewöhnliche Textilmuster entstehen. Man ist zunächst verblüfft, dass es sich dabei nicht um grobgestrickte Wolle handelt. Daneben zeigt sie ihre typischen kleinformatigen Arbeiten, wofür sie bekannt ist, aber diesmal als Media Mix, in dem mikroskopisch kleine Strukturen makroskopisch und makroskopisch große Objekte mikroskopisch dargestellt sind.

Flankiert werden ihre Kunstwerke von den Fotografien des Fotokünstlers Jürgen Oliver Blank, dessen schwarzweiß Aufnahmen diesmal mit minimalem Einsatz von Primärfarben aufgelockert und aufgewertet werden. Er schafft es einer Still-life Aufnahme durch ein oder zwei Farbtupfer oder durch digitale Verwischungen Leben, Dynamik und Spannung einzuhauchen. Es sind poetische wie skurile Bilder dabei, die wie gewohnt durch ihre Bildtitel wie "garden of good and evil" oder "silent scream" an Kraft und Ausdruck gewinnen. Die Fotografien sind Introversionen und drücken immer einen Gemütszustand bildlich aus. Gesehen haben muss man dabei das Bild "hell" im Original, denn darin wird etwas ausgedrückt wovon man nicht sprechen kann, wie es Wittgenstein ausdrücken würde.


Last but not least muss man dem Uttinger Fotografen Harry Sternberg auch ein ganz großes Kompliment für seine diesjährigen Bilder aussprechen. Besonders erfreulich ist es auch für den Kunstliebhaber zu sehen, dass der Fotograf selbst von der Qualität seiner Kunst überzeugt ist und somit stolz ist seine Werke in Schondorf zu zeigen, wohl wissend dass sie beim Publikum sehr gut ankommen werden. Allein in der Vernissagenacht haben sich manche seiner Werke wirklich mehrere rote Punkte verdient.


Harry Sternberg beweist nicht nur Geschmack in der Aufnahme einzigartiger Bilder, sondern auch in deren praktischer Umsetzung und neuartiger Präsentation. Die Wirkung der großartigen Fotografien wird nämlich dadurch verstärkt, dass sie auf gebürstetem Aluminiumhintergrund gedruckt wurden. So kommen der seidige Glanz und die fröhlichen Muster von farbig-anliegenden Stoffbahnen metallisch noch wertvoller herüber. Die aufgetürmten Sanddünen sehen sogar aus wie feinster Goldstaub. So gewinnen einerseits die Kunstwerke an materiellem und immateriellem Wert, andererseits verstärkt der Hintergrund aber auch die Dreidimensionaliät der abgebildeten Objekte. Wenn man vor seinen Aufnahmen von Blättern oder Knöpfen steht, meint man sogar sie wären Hologramme.

Die Ausstellung ist höchst sehenswert und man sollte sich dafür unbedingt die Zeit nehmen, denn sie geht leider am kommenden Sonntag bereits zu Ende. Zum Glück wird sie aber fortgestetzt, im Jahr 2017 !

Donnerstag, 5. März 2015

MailArt Murnau

worldartatlas - Thorsten Fuhrmann







„Was ist eigentlich Mail Art?“


Donnerstag, 12. März 2015

19.00 – 20.30 Uhr Kurszentrum VHS Murnau

Dr.-Friedrich-u.-Ilse-Erhard- Str. 3, 
Murnau
Kostenfrei ! 






Der Kunsthistoriker und Kurator Thorsten Fuhrmann bemüht sich seit langem die MailArt in Oberbayern noch bekannter zu machen, denn sie ist ein effizientes Mittel um die eigene, künstlerische Kreativität spontan zu steigern. Als Vorstand des ausstellwerks Huglfing hat er bereits einige MailArt-Ausstellung, wie die des renommierten Kasseler Künstlers Jürgen O. Olbrich erfolgreich organisiert und durchgeführt, mehrere eigene MailArt Projekte initiiert und auch junge Künstler dazu gebracht ihr Kunstabitur mit diesem Schwerpunkt abzuschließen. 


Bei der MailArt geht es nicht nur um Kreativitätstechniken, die die eigene Ideengenerierung fördern, sondern vielmehr darum die Freude an der Kunst mit anderen Künstlern zu teilen und somit künstlerische Freundschaften einzugehen. Eben so eine einmalige Gelegenheit ergibt sich nun am kommenden Donnerstag in Murnau, um die MailArt und Thorsten Fuhrmann als Künstler persönlich kennenzulernen, der neben seiner Kunstagentur art activities in diesem Jahr auch die Sommerakademie Huglfing ins Leben rief.

Dienstag, 3. März 2015

Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz


Verdichtung und Auflösung
5.3. - 25.4.2015

Vernissage am 4.3.2015 um 19 Uhr
Münchner Künstlerhaus am Lenbachplatz

"Verdichtung und Auflösung" so nennt Andrea Kreipe ihre Ausstellung und man denkt an den Kreislauf der Natur, das Werden und Vergehen alles Lebendigen. Nah an der Natur lebt und arbeitet die Künstlerin tatsächlich, und ihre skulpturalen Gebilde wie auch viele der von ihr in grafischen Arbeiten verwendeten Strukturen sind von den Formen der Natur inspiriert.


Windobjekt Elon - Andrea Kreipe (2015)

Ihr Windobjekt "ELON" verdankt sich dem gleichnamigen Sturmtief im Januar 2015: Aus den Teilen eines umgerissenen Baumes entstand eine Art Astgerippe, in dem die Phantasie eine Tier- oder Pflanzenform zu erkennen vermag, mit organisch-elegantem Schwung im Umriss, fein verästelt im Detail."

- Maja Grassinger
   Präsidentin, Münchner Künstlerhaus



Katalog der Ausstellung

Liebe Freunde der Kunst,

hiermit ergeht eine freundliche Einladung zur Vernissage  meiner Ausstellung im Künstlerhaus München, 
ich freue mich auf Euer Kommen !

Herzliche Grüße

Montag, 2. März 2015

WeilKunst Blog

Bild von Gabriele Münter, "Das Russen-Haus" (1931) - Städt. Galerie im Lenbachhaus, München

Sonntag, 1. März 2015

Stadtmuseum Weilheim

Huitzilopochtli - Marinus Wirtl

Positionen
Bildhauerarbeiten
28.2 - 29.3.2015

Gemeinschaftsausstellung

Das Stadmuseum Weilheim zeigt diesmal ausschließlich Skulpturen professioneller Bildhauer, die Mitglied im Kunstforum Weilheim sind. Mit der originellen Büste des Huitzilopochtli, dem mythologischen Kriegs- und Sonnengott der Azteken, des Schongauer Bildhauers Marinus Wirtl kommt dank der Mithilfe der Kulturreferentin Ragnhild Thieler und des Musemsdirektors Dr. Tobias Güthner die "Junge Kunst zu den Alten Meistern". 


Der wiedergewählte Vorsitzende des Kunstvereins Reinhard Giebelhausen fasste die Ausstellung, die von den Künstlerinnen Beate Oehmann und Brigitte Kirchner kuratiert wird, wieder in einer gewohnt kurzweiligen Einführungsrede zusammen, die beinahe alle Titel der ausgestellten Objekte beinhaltete. So wird es nun wohl wie folgt Nachts im Stadtmuseum zugehen :

Das wird sicher nicht einfach, stellen Sie sich vor :
da kommt ein betonschweres Exozentrikum hereingepoltert,
verschreckt kauert sich der Alabaster auf einem Sockel,
Harke und Schaufel gehen in Abwehrhaltung,
der Keilmann sagt: "ich bin auch stark"
"lasst uns kommunizieren" meinen die zwei am Fenster
"Sauhaufen", kläffen die Möpse
einer trägt noch schnell was weg
"Ist mir egal", denkt sich die Halbfigur
multicolore versprüht jede Menge Farbe
an der Wand tummeln sich Töchter des Fischers neben Nachtschwärmer
und Schutzschilden
von oben meldet sich Huitzliopochtli
der Alabaster hat sich hingelegt
"ich bin jetzt wieder geerdet" sagt einer
"Hauptsache ich liege weich" denkt sich das WolkenSchwein
"Ruhe bewahren, ich regel das", bestimmt das farbige Stellwerk


Stadtmuseum Weilheim
Marienplatz 1
82362 Weilheim

Öffnungszeiten :
Di-Sa 10-17 Uhr
So 14-17 Uhr