Donnerstag, 31. Oktober 2013

Rückblick - Fischerbau Polling II

Kunst-Stationen
 
Ausstellung des Kunstforum Weilheim e.V.
vom 11.- 13.Oktober 2013
im
Fischerbau Polling
 
 
Der Keller des Fischerbaus in Polling war Schauplatz einer einzigartigen Ausstellung, den der Steinbildhauer Mattias Bischoff eigens für seine schwebenden und golden-leuchtenden Steinskulpturen arrangiert hatte.
 

Das originelle Wechselspiel von Skulptur und Raum war so angelegt, dass man als Besucher förmlich in eine optische Täuschung hineingezogen wurde. Die vermeintliche Spiegelung von Skulpturen in der Raumtiefe erweckte zudem aus verschiedenen Perspektiven ein meditatives Gefühl.
 
Die hohen Tonnen- und Kreuzgewölbe des Fischerbaukellers gaben der Ausstellung zusätzlich noch einen sakralen Charakter, den der Bildhauer sehr geschickt nutzte.  So erleuchteten seine Steinskulpturen den 
Raum andächtig zart und eine verlassene Tafel schien an das letzte Abendmahl zu erinnern.
 
 
 
 

Die leuchtenden Marmorstelen sind bereits ein Markenzeichen mit denen der Künstler im August auf der Schwabacher Kunstbiennale 2013 - Ortung VIII den Publikumspreis gewonnen hat. 
 
Kein Wunder, denn die Kunstwerke sind einzigartig und haben daher stets einen bleibenden Wert.
 
 
Mattias Bischoff
 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Rückblick - Fischerbau Polling I

Kunst-Stationen
 
Ausstellung des Kunstforum Weilheim e.V.
vom 11.- 13.Oktober 2013
im
Fischerbau Polling
 
 
 

Eine gediegene Atmosphäre bot der imposante Fischerbau in Polling für die Ausstellung des Kunstforums Weilheim.


Im oberen Bereich stellten 14 Künstlerinnen und Künstler neben Bildern, Holz- und  Metallskulpturen auch eine Fahne und in einem kleinem separatem Raum ein goldenes Kunstobjekt aus.




Der weitläufige Raum bot insbesondere großen Exponaten genügend Platz zur eigenständigen Wirkung.

Die Hängung der Bilder und die Organisation der Ausstellung wurde sehr professionell vom Vorstand des Kulturforums Reinhard Giebelhausen und Andrea Greipe umgesetzt.



Montag, 28. Oktober 2013

Privatgalerie Karl Hammer - Aidenried



MENSCH
17.10. - 21.11.2013

Privatgalerie Karl Hammer
Aidenried, Rauchäckerstr. 11


Der Mensch steht im Mittelpunkt der Arbeiten der Freischaffenden Künstlerin Diana Angela, die in der Privatgalerie Karl Hammer in Aidenried zu sehen ist. "Malen ist für mich auch eine Meditation, ein Loslassen von Begrenzungen", sagt die Künstlerin und fährt fort, " Ich richte mich aus und gehe gleichzeitig in eine Absichtslosigkeit, werde Mitspielerin und Schöpferin".

Ihr Markenzeichen ist die No Look Malerei, d.h. sie schaut während des Malens nur auf das Modell und überträgt das Gesehene spontan auf die Leinwand. Somit tauchen neue Räume auf und werden sichtbar. "Ich eröffne innere Welten und andere Sichtweisen als der Verstand und das Tagesbewusstsein wahrnehmen können", betont die Malerin.


Auch ihre Schüler hält sie an sich während dem Malakt strikt auf das Modell zu konzentrieren. Falls dies nicht gelingt werden ihnen nach der eingehenden Betrachtung des Models anschließend beim Malen die Augen verbunden, sodass sie nur das visuell Wahrgenommene auf die Leinwand umsetzen sollen.


Ihre Devise ist es "Bilder entstehen und wachsen zu lassen" und zwar präsent, kraftvoll und staunend, wann immer es gelingt. Es sei "ein Dialog, eine Spur, ein Ahnen und ein Danken". So entstehen besondere Aktzeichnungen, die zugleich innere Werte und Haltungen ausdrücken und Einblicke zulassen. Der menschliche Körper dehnt sich somit aus und zeige "Reisekarten seiner Seele, Gefühle und Befindlichkeiten".


Montag, 21. Oktober 2013

Book Art

Privatgalerie
Karl Hammer

Das Blatt in den Blättern - Karl Hammer

Die Privatgalerie Karl Hammer in Aidenried zu besuchen ist weit mehr als ein Geheimtipp.
Dort finden nämlich in einer ungezwungenen, persönlichen Atmosphäre Vernissagen und 
Finissagen statt, bei denen man regionale Künstler treffen, viel Neues hören und auch erlernen kann. 
Im Jahr finden meist vier ausgewählte Ausstellungen statt.

Das unermüdliche Engagement des Galeristen, Kunstliebhabers und Sammlers geht aber so weit, 
dass er als Mitbegründer des  Raistinger Künstlerstammtisches für seine Künstlerfreunde Jahr für Jahr große Gemeinschaftsausstellungen plant und mitorganisiert. Wie zuletzt im Augustinum in Dießen, 
so wird auch nächstes Jahr in Holzhausen wieder eine große Gemeinschaftsausstellung der Raistinger Künstlerfreunde stattfinden.

Was man aber bisher von Herrn Hammer noch nicht wußte ist sein eigenes, künstlerisches Schaffen. In seinem Garten sieht man einige seiner Holzskulpturen mit Titeln wie "Holzmikado", "Thron" und "Mutter & Tochter".
    Als Künstler beschäftigt sich Karl Hammer jedoch erstaunlicherweise mit Book Art. Eine Reise nach Indien und Bhutan regte ihn an, Gebetsmühlen aus Blattfaltungen herzustellen. 

Gebetsmühlen - Karl Hammer

Es folgten eine Reihe von unterschiedlichsten Faltungen, die man als Werkreihe Blatt in Blättern bezeichnen könnte. Denn im Gegensatz zu streng gefalteten, rein geometrischen Figuren, die man aus Japan oder China kennt, setzt Karl Kammer seinen individuellen Kontrapunkt mit der Ausarbeitung von organischen Strukturen.

Falter - Karl Hammer

Mal wirken sie wie Falter oder Stacheln oder sehen aus wie Federn oder Fächer, je nachdem aus welcher hängenden oder liegenden Perspektive man seine Book Art Objekte sehen will.

Falter - Karl Hammer

Diese Fotoreihe ist die allerste Veröffentlichung seiner Kunst, in der Hoffnung, dass nun auch der Künstler Karl Hammer seine Arbeiten bei einer der nächsten Gemeinschaftsausstellungen mitausstellt. 
   "Dazu müßte aber das Thema geeignet sein", meint hingegen Galerist Hammer und das aber mit einem zwinkernden Auge. ;-)

Aktuelle Ausstellung :


MENSCH
17.10. - 21.11.2013
Mi und So von 15- 18 Uhr

Privatgalerie Karl Hammer
Aidenried, Rauchäckerstr. 11

Freitag, 18. Oktober 2013

Kunst im Stellwerk - Monika Supé

Kuh - Monika Supé (2012)
"Das Nichts zwischen den Linien"

Seestraße 5
86911 Diessen am Ammersee

Eine faszinierende Ausstellung der promovierten Architektin Monika Supé bietet das Atelier im Stellwerk in Diessen. Wie einst Michelangelo aus einem Marmorblock förmlich seine Figuren befreite, so befreit Monika Supé die Linien schrittweise aus ihrer Zweidimensionalität. Sie beschäftigt sich dabei vorwiegend mit der Form von Kühen.


Abgeschieden im österreichischen Fieberbrunn fertigt die Künstlerin im ersten Arbeitsschritt ihrer Naturstudien sehr viele Minimalskizzen an, wobei Kühe bewußt auf Umrißlinien und ihre markanten Einzelmerkmale reduziert werden.


Es schließen sich sodann Detailstudien an, um den organischen Körper einer Kuh zu begreifen. Diese Studien dauern so lange an bis die Künstlerin den Körper einer Kuh im Raum vollkommen visuell verinnerlicht, d.h. bis sie eine ganz bestimmte Kuh mit ihren eigentümlichen Merkmalen gänzlich frei aus dem Gedächtnis zeichnen kann. Ihre Detailstudien stellt die Künstlerin in einem dicken Holzrahmen aus, um die räumliche Tiefe darin erneut zu verstärken.


Mit dem Titel "Das Nichts zwischen den Linien" erforscht die Künstlerin nun den Raum. Sie stellt sich dabei die Frage wie die Gestalt eines dreidimensionalen Objekts auf ein Minimum reduziert werden kann. Dabei nutzt sie den Vorteil, dass das menschliche Gehirn die fehlende Information automatisch hinzufügt und das Objekt schließlich, wie hier als eine Kuh, begreift. Und eben dieser dritte, künstlerische Zwischenschritt überrascht mit ihrer Neuartigkeit. Denn Monika Supé modelliert nun die Linien als Drahtstücke aus der Leinwand heraus, sodass nur deren Schattenwurf den Umriß der Kuh auf der Leinwand hinterläßt.
   Am liebstenwürde die Künstlerin den Ausstellungsraum ganz und gar abdunkeln und den Besuchern Taschenlampen anbieten, damit sie auf Entdeckungsreise gehen. Die Besucher sollten somit selbst herauszufinden welche Figuren sich hinter ihren Drahtkunstwerken verbergen.


Der letzte Arbeitsschritt ist die Umsetzung einer Kuhfigur aus Draht im Raum, wobei nunmehr die künstlerische Reduktion der Gestalt im Mittelpunkt der Arbeiten steht. Philosophisch hinterfrägt sie ab wann eine räumliche Gestalt eine Bedeutung gewinnt, um erkannt und als "Kuh" benannt zu werden. Ist die voluminöse Kuhgestalt, die Kuhhaut oder das Medium das die Kuh umgibt verantwortlich dafür, das man von einer Kuh spricht und wo liegt eigentlich der Übergang ? Wann fängt also die Kuh an bzw. hört die Kuh auf eine Kuh zu sein ? Dieser letzten Frage geht die Künstlerin mit dem Schattenspiel ihrer Drahtfiguren nach. Der Schatten scheint hierbei interessanterweise einige fehlende Querverbindungen zu ergänzen oder der Kuh gar ihr Körpervolumen zu geben. Ohne Schatten gibt es also in der Kunst keinen dreidimensionalen Körper.


Zur Zeit arbeitet die Künstlerin Monika Supé daran eine zweite Haut aus Drahtgeflecht regelrecht zu häckeln. Sie verdichtet somit den äußeren Raumkörper, der die Kuh umgibt worin die Kuhgestalt sozusagen gefangen ist. Auch menschliche Drahtgeflechte in Pulloverform hat die Künstlerin bereits angefertigt, die von Besuchern angezogen werden können, um ein ergonomisches Empfinden der eigenen zweiten Haut an sich selbst zu erfahren.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Kunst in der Stadt - HeideKarin Konwalinka


Stilles (2013)



SeelenLandschaften
27.9. bis 20.10.2013

VR-Bank Werdenfels eG
Weilheim, Am Kirchplatz 1


Die Künstlerin HeideKarin Konwalinka ist mit ihrer Ausstellung SeelenLandschaften zu Gast in den Geschäftsräumen der VR-Bank und präsentiert ihre neuesten Bilder, die sie im Sommer während eines Kunstseminars bei Bernd Zimmer im Kloster Irrsee gemalt hat.

Reflections (Maui 2013)                                                    Die Große Welle (2013)

Zu ihren tiefgründigen, durchdacht-spontanen Seelenlandschaften führt die Künstlerin selbst aus :
"Meinen eigenen Blick und mein Gefühl, sowie Stimmungen, die ich fotographisch gespeichert habe und meist schon lange in mir trage, versuche ich im Spiel mit den Farben in eine abstrahierte Wirklichkeit zu überführen. Ich möchte etwas sehen lassen und zeigen, was mehr ist als ein Abbild, das Innere, das Wesen der Dinge und die Verbindung vom Menschsein zum Göttlichen."
 
Lichtes (2013)

Grünes (2013)

Feurig (2013)

Die Werke strahlen eine tiefe, innere Zufriedenheit aus und übertragen förmlich eine enorme Kraft und positive Lebensenergie, zumal wenn man direkt vor den großformatigen Originalen steht.

Neben ihrer langjährigen Erfahrung in der Malerei beweist HeideKarin Konwalinka ihre künstlerische Vielseitigkeit auch mit ihren preziösen, kleinen Skulpturen. 

Sie setzt sich dabei mit dem Thema der Weiblichkeit auseinander und stellt sich die Frage wie die  
Frau-an-sich in den vorherrschenden Kunst- und Kulturformen neu dargestellt werden kann. 



Die wunderschöne Ausstellung in der Reihe Kunst in der Stadt ist nur noch bis Sonntag, dem 20.10.2013, 
in Weilheim zu sehen. 

Alle Bilder und Bildrechte : HeideKarin Konwalinka
Kontakt über : www.konwalinka-kunst.at/ 

Dienstag, 15. Oktober 2013

das kleine format - Diessen



mit Arbeiten von...
Nue Ammann Regine Bausinger Sandra Bayer Wendy Bell Falk Benitz
Ilse Bill
Jürgen Oliver Blank Bettine Braun Niki Dimbath Hajo Düchting
Dieter Finzel
Annunciata Foresti Reinhard Fritz Jürgen Ghebrezgiabher
 

xEröffnung : 
Freitag, 18.10. um 20 Uhr (Einlaß ab 19 Uhr)
Ausstellungsdauer: 
19.10-10.11. - jeweils FR, SA, SO 14-18 Uhr

Blaues Haus Diessen
Prinz-Ludwig-Str.23
Diessen am Ammersee

Montag, 14. Oktober 2013

Donnerstag, 10. Oktober 2013

Mittwoch, 9. Oktober 2013

Kunst-Stationen - Offene Ateliers I

Atelier Monika Propach
Fotografie, Skulpturengarten






 Bildungskolleg Weilheim
Malerei