Mittwoch, 31. Oktober 2012

Strohbilder - Cemal Amac

Strohbilder 


Seit dem Erscheinen des Artikels von Herrn Emanuel Gronau über mich im Weilheimer Tagblatt steht die Frage offen, um welche Strohbilder es sich eigentlich handelt, die Anfang der 70er Jahre entstanden sind.
 


Quelle : Weilheimer Tagblatt, 17. Juni 2012
( Herzlichen Dank an Herrn Gronau für den Artikel )


Es waren vorwiegend Strohbilder aus dem Zyklus Mexiko und etliche Rosenbilder. 
Nur die folgenden drei Arbeiten befinden sich noch in meinem Besitz.



Cemal Amac, Sombreroverkäuferin, 1971

Cemal Amac, Mexikanischer Bauer, 1971
Cemal Amac, Drei Rosen, 1971
Hierzu wurden Strohhalme von mir mit hochwertigen Naturfarben gefärbt und getrocknet, 
danach vorsichtig mit einer Stecknadel aufgeritzt und zu Strohstreifen plattgebügelt.  
Eine Schablone des Motivs wurde auf Pauspapier angefertigt, worauf die Strohstreifen 
geklebt wurden. Die Einzelteile wurden dann in mühsamster Kleinstarbeit mit
einem kleinen Skalpelmesser herausgeschnitten und auf schwarzem Filzhintergrund 
zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Zu der damaligen Zeit waren mir die traditionellen Collagen der Mecklenburger Strohbilder,
die in der Umgebung von Schwerin hergestellt wurden, noch völlig unbekannt. 
  Inspiriert wurde ich hingegen von einem türkischen Strohbildkünstler, der 
Ende der 50er Jahre in Istanbul Motive aus dem dörflichen Bereich darstellte.
 

Dienstag, 30. Oktober 2012

Fotokunst - Bärbel Henschel


Die Tutzinger Fotokünstlerin
Bärbel Henschel

"Spiele mit deiner Kamera, dann wirst du Neues und Überraschendes erleben."

Die Tutzinger Fotografin und Fotokünstlerin Bärbel Henschel beeindruckte 

mit Ihren Ausstellungen Wüsten (2000), Südsee (2009), Santorin (2010), 
In den Tropen von Tutzing (2011) und Naturimpressionen (2012).
Sie gewann diverse Preise mit ihren Fotos, zuletzt den 1. Preis im Fotowettberb 
des Landratsamts Starnberg (2011).

In ihren neusten, fotografischen Arbeiten bleibt die Künstlerin dem eigenen Stil treu.
Sie fotografiert lustbetont, gibt Ihren dynamischen Bildern eine eigene Lebendigkeit

und präsentiert ihre statischen Aufnahmen mit einem nahezu fernöstlichen Purismus.

Bei ihrem Werk mit dem Titel Hoffnung wird der Betrachter emotional in einen 
freudigen Luftsprung mithineingezogen, der dieses vergängliche Glücksgefühl auf
eine sehr künstlerische Art einfängt.


Bärbel Henschel, Hoffnung (2012)

Wildes Wasser ist der Titel einer Fotografie, indem die Fotokünstlerin die ganze Urkraft des Wassers so dynamisch darstellt, als ob die Wassermassen gleich die umgebende Natur mitbewegen. Der ungewöhnliche Bildausschnitt setzt einen künstlerischen Farbkontrast und dramatisiert gleichzeitig den Wasserfall.


Bärbel Henschel, Wildes Wasser (2012)

Meditativ und puristisch sind dagegen die Werke Santorin 3 und Ende der Eiszeit
angelegt. Besonders die Fotografie Santorin 3 sollte jeden Betrachter zu einer näheren 

Bildanalyse anregen. Das Licht- und Schattenspiel der Aufnahme ist beeindruckend.



Bärbel Henschel, Santorin 3 (2012)

Der Bildausschnitt in Bärbel Henschels Ende der Eiszeit erinnert an einen puristischen ZEN-Garten und lädt zu einer meditativen Auseinandersetzung ein.


Bärbel Henschel, Ende der Eiszeit (2012)


Beide Bilder fügt die Künstlerin noch in ihrem Tableau in S/W zusammen.


Bärbel Henschel, Tableau in S/W (2012)

Bärbel Henschel ist Mitglied im Künstlerverein Die Roseninsel e.V. . Ihre Fotografien werden bei der Jahresausstellung, die am 8. November in der Starnberger Schloßberghalle beginnen wird, zu sehen sein.


Wir bedanken uns sehr herzlich bei der Künstlerin Bärbel Henschel für die Genehmigung zur Veröffentlichung ihres Bildmaterials.

Mittwoch, 24. Oktober 2012

2. artvent - kunstsaal ammerlech




Zum zweiten Mal verwandelt die Malerin Kathleen Canady ihren großen Malsaal in einen
attraktiven Ausstellungsraum.  Mit von der Partie im Winter 2012 sind die Malerin
Cristina Picciolini und der Fotograf Massimo Fiorito .

Zur Ausstellung sind alle Kunstfreunde herzlich eingeladen !

Sonntag, 18. November 11 Uhr Vernissage
Begrüßung durch Herrn Bürgermeister Walter Graf
Einführung durch Staatsminister a.D. Thomas Goppel / MdL

Donnerstag, 22. November von 11 - 18 Uhr

Freitag, 23. November ab 17 Uhr
19 Uhr Konzert mit Francesco (Gitarre) und Luca Zambito (Piano)
Lesung von Schauspielerin Maria Veltri aus Goethe´s "Italienreise"

Samstag, 24. November von 14 bis 17 Uhr

Sonntag
, 25. November von 11 bis 17 Uhr
15 Uhr Benefiz-Versteigerung von gespendeten Werken der Künstler.
Der Erlös ist eine Weihnachtsspende für notleidende Kinder
und wird von den Stiftungen "Lebensfreude e.V." und "Kartei der Not" verteilt.

kunstsaal ammerlech
 
Hauptstrasse 15, 86949 Schöffelding (an der A96 )

Sonntag, 21. Oktober 2012

Galerie auf Zeit - Werkschau Kunstforum Weilheim


Zur Werkschau des Kulturforum Weilheim e.V. begrüßen wir elf Künstler in unserer Galerie auf Zeit
und haben für das Weilheimer Publkum die Ausstellungsdauer bis zum Sonntag, den 28.10.2012 verlängert.

Werkschau Kunstforum Weilheim e.V.



Nachfolgend wollen wir Ihnen die Künstlerinnen und Künstler des Kunstforum Weilheim e. V. in alphabetischer Reihenfolge kurz vorstellen und Ihnen somit einen virtuellen Rundgang ermöglichen. 


Gabriele Bejenke

"Das „Gespräch“ mit dem Bild, mit dem was sich zeigen möchte, leitet mich beim Entstehen meiner Arbeiten."

Nach ihrem Studium mit dem Schwerpunkt Kunst an der LMU München, hat Gabriele Bejenke sich bei
mehreren Künstlern, u.a. bei Peter Tomschizek, weitergebildet.


Gabriele Bejenke


Kathleen Canady

Kunst ist meine Kraftquelle. Künstlerisch zu arbeiten gleicht dem Auftauchen an einem anderen Ort "

Die freischaffende Malerin Kathleen Canady lebt in Schöffelding und veranstaltet neben Workshops auch Produzentenausstellungen in ihrem Kunstsaal Ammerlech.


Kathleen Canady


Aloisia Fischer

" Immer weben mit
dem Leben dem
eigenen und dem der anderen "


Die Holzbildhauerin und Malerin Aloisia Fischer interessiert sich für die zwischenmenschlichen Bande und überträgt diese soziales Netzwerke filigran auf die Leinwand.


 
Aloisia Fischer


Reinhard Giebelhausen

"Fotokunst im Wortraum"

Der Fotograf und Wortkünstler Reinhard Giebelhausen betreibt gleichzeitig zwei Galerien.
Neben der Galerie auf Zeit auch die Schaukastengalerie Kunst im Kasten in Weilheim.
Er zeigt seine bunten Digiart-Kunstwerke, die er kunstvoll verfremdet. Mal sind es vertraute Motive
aus Weilheim, mal aber auch Aufnahmen aus Lanzarote.


Reinhard Giebelhausen



Renata Hirtl

"Kunststoff - Wertstoff"

Die freischaffende, bildende Künstlerin Renata Hirtl ist eine vielseitige Künstlerin, denn im
Klostergut Wessobrunn widmet sie sich von der Kostümschneiderei, über Skulpturen und
 Fotocollagen bis hin zu Installationen. Sie präsentiert sich mit ihren Recyclingobjekten.



Renata Hirtl


Katharina Karrenbauer

"Das Leben hält eine unendliche Fülle von Möglichkeiten bereit"

Die Modedesignerin und Malerin Katharina Karrenbauer stammt aus Saarlouis und hat Bildende Kunst an der
Freien Kunstschule Rhein Neckar in Mannheim studiert. Ihre aktuelle Arbeiten beschäftigen sich mit Paper Art.
Sie stellt bei uns handgeschöpfte Papiere mit Pulpenmalerei aus.



Katharina Karrenbauer-Müller


Hella Krzmarsch

"Ich fange an, farbige Kartons und Papiere in großflächigen Formen zu einem Bild zusammenzufügen."

Die Künstlerin und Kunsterzieherin Hella Krzmarsch hat sich der Collage verschrieben und somit ihren ganz eigenen Stil gefunden. Ihre drei bunten Collagearbeiten drücken ein positives und fröhliches Lebensgefühl aus.


Hella Krzmarsch


Zwei Galeristen bei der Arbeit

 

 

 

Max Mirlach 

 

Seine künstlerische Ausbildung erhielt Max Mirlach bei Waki Zöllner - München Studio und war lange Jahre als Goldschmied tätig. Neben seinem zeppelinförmigen Werk "Cocoon" zeigt der Objektkünstler auch eine Reihe 

von Armreifen für Damen in den verschiedensten Formen.

 

 

 

 

 

 

 

Ilka Niederfeld 

 

Die Vorsitzende des Kulturforums Weilheim Ilka Niederfeld ist Dipl. Designerin (FH) und stellt zum einen Papierarbeiten aus, die an japanische Arbeiten erinnern und zum anderen Aktstudien.

 

 

 

 

 

 

 

Karl Kandler

 

Der freischaffemde Künstler Karl Kandler ist ein begeisterter Porträtmaler, der wöchentlich mit seinen Raistinger Künstlerfreunden porträtiert. Neben den Porträts zeigt er noch vier Bilder mit Ölstift. 

 

 

 

 

 

 

 

Monika Propach

 

Die Berliner Künstlerin Monika Propach-Voeste kennt man in Weilheim eigentlich als Aquarellistin. Sie widmet sich in letzter Zeit aber vermehrt der Digitalfotografie und hat einen wunderschönen Fotokalender herausgebracht. Neben ihren Naturaufnahmen sind von ihr auch zwei Skulpturen zu sehen.

 

 

 

 

Samstag, 20. Oktober 2012

Stadtmuseum Weilheim





"In den Gärten" lautet das Thema der Gemeinschaftsausstellung des Kunstforum Weilheim
das am 20.10.2012 um 11:00 Uhr in der Galerie des Stadtmuseums Weilheim eröffnet wird.

Stadtmuseum Weilheim i. Obb.
Marienplatz 1
82362 Weilheim

Eröffnung : 20.10.2012 um 11:00 Uhr
Begrüßung : Kulturreferentin Ranghild Thieler
Einführung : Andreas Bretting M.A., Journalist

Ausstellungsdauer : 20.10. - 25.11. 2012
Öffnungszeiten :  Di - Sa 10 - 17  Uhr, So 14 - 17  Uhr



Die Künstlerinnen und Künstler des Kunstforum Weilheim e.V. präsentieren
zu ihrer Herbstausstellung unter dem Titel "In den Gärten", ein buntes Bouquet
an Kunstwerken zum Thema aus der Mikro- und Makroperspektive.




"Das Leben beginnt mit einem Garten", mit diesem Chinesischen Sprichwort
leitete Herr Andreas Bretting kunstvoll seine Eröffnungsrede ein und stellte
dem Publikum mit seiner liebenswürdigen Wortkunst die Werke der einzelnen
Künstler vor, die diesmal auch vor der Museumsgalerie und im ersten
Stock des Museums ihren würdigen Platz gefunden haben. Die Weilheimer Kulturreferentin
Frau Ranghild Thieler bedankte sich bei der Jury, lobte zudem die Hängekomission 

um Herrn Wolf Schindler und eröffnete im Anschluß die Ausstellung, indem sie sich
insbesondere für das Kunstwerk  "Leuchtender Stein" des Steinbildhauers 
Matthias Bischoff aussprach, daß iherer Meinung nach von der Stadt Weilheim 
angekauft werden sollte.

Die sehenswerte Ausstellung geht noch bis zum 25.10.2012.

Freitag, 19. Oktober 2012

Das Kleine Format - Diessen




Das kleine Format

Die Vorsitzende des KunstFormat e.V. Annunciata Foresti lädt zur 
5. Produzentenausstellung "das kleine Format" nach Diessen ein,
bei dem in diesem Jahr 30 Künstler ihre Werke vorstellen werden.

Kulturforum Diessen
Prinz-Ludwig-Str.23 
86911 Diessen am Ammersee

Eröffnung : Fr., 19.10.2012 um 20:00 Uhr
Begrüßung : Bürgermeister Herbert Kirsch
Rede über "Kunst als Beruf": Dr. Sepp Dürr, Die Grünen
Einführung : Annunciata Foresti, Vorsitzende KunstFormat e.V.
Finissage : So., 18.11. um 15:00 Uhr

Ausstellungsdauer : 20.10. - 18.11. 2012
Öffnungszeiten :  Fr - So 14 - 18  Uhr

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Wir gratulieren der Gewinnerin des diesjährigen Publikumspreises, der Holzbildhauerin Katharina Ranftl.

Mit ihren geschnitzten Montagsfiguren eroberte Sie das Herz der Besucher.
Die Künstlerin betreibt seit Juli 2012 ein Atelier für Klleinplastik in Schondorf am Ammersee,
wo sie montags und freitags bei der Arbeit anzutreffen ist.

Atelier Katharina Ranftl
Bahnhofstraße 38
86938 Schondorf am Ammersee
www.montagsfiguren.de

Mittwoch, 10. Oktober 2012

Ausstellung in Tutzing - Katrin Gabriel

Emotion & Reduktion

Die Tutzinger Ausstellung "Emotion & Reduktion" der Künsterin Katrin Gabriel
geht noch bis zum 12.Oktober 2012 und erhielt bereits ein sehr positives Medienecho
in der Süddeutschen Zeitung.

Ausstellung im Life Competence Tutzing, Midgardstr. 8a.

Öffnungszeiten : tägl. 8 - 20 Uhr, Sa 14 - 19 Uhr, So 9 - 15 Uhr


Katrin Gabriel neben ihrem Werk "Die Seerosen"

Dienstag, 9. Oktober 2012

Studio Rose

  

Julia Albrecht
„Heiter bis wolkig“
Malerei und Siebdruck 
13./14. und 20./21.Okt. 2012
Studio Rose, Schorndorf


Zur Ausstellung von Julia Albrecht


In ihrer Ausstellung im Studio Rose (Schondorf) zeigt die Diessener Künstlerin Julia Albrecht großformatige Gemälde, deren Thema hauptsächlich Landschaften sind. Sie nehmen den Betrachter mit in unterschiedliche Regionen, zeigen sich in verschiedenem Licht und Jahreszeiten. Alle Bilder zeichnen sich durch hohe Professionalität aus.

Die Künstlerin versteht es zudem Personen darzustellen, wie sich an zwei Siebdruckarbeiten und anderen Bildern erkennen lässt.

Samstag, 6. Oktober 2012

Großes Format - Achselschwang, Utting



Großes Format in Achselschwang, Utting

von Katrin Gabriel

Das Staatsgut Achselschwang bietet Künstlern Ausstellungsmöglichkeiten in einem saalähnlichen Raum.
Das Künstlerkollektiv Große Kunst hat dies genutzt unter der Regiede vom Rahmenfachmann Peter de Bloeme, Utting.

Auf den ersten Blick fällt auf, dass diese Ausstellung von professionellen Künstlern bespielt wird. Gleich zu Beginn ziehen drei großformatige Bergansichten den Blick sogartig an. Zwar ist es immer das gleiche Felsmassiv, doch in unterschiedlichem Licht. Himmel, Abgrund und Tal in dunklem Blau/Schwarz, woraus ein Felsmassiv in Neonfarben fast grell heraus leuchtet. Christian Wahl nennt die drei bescheiden „Triptychon.“

Gert Vangermain ist mit zwei querformatigen Ölbildern vertreten, eines in hellen Erdtönen lässt an eine imaginäre Landschaft denken, das Zweite schwarzgrundig mit einer grünlichen Luftspiegelung.

Ebenfalls zwei große, hochkantig gehängte Gemälden präsentiert  Klaus Neizert.
Auf jeweils einheitliche Untergründe malte er mit viel Fleiß kleine feine organisch wirkende Muster.

Etwa 4 bis 5 Meter lang, spannt sich weißer papierener Untergrund über die Wandfläche. Valentin Manz abstrahierte darauf skelettförmige  Striche, tiefschwarz und mit sehr grobem Pinsel aufgetragen.

Ausladende Formate, die größten der Ausstellung, benötigt Burkhard Niesel bei seinen beeindruckend naturalistisch gemalten, leicht düster wirkenden Landschaftsbildern. In ein jedes der drei möchte man hineinspazieren, so überzeugend ist seine Detailgenauigkeit.

Auf schwarzem Tuschegrund und Holz zeigt János Fischer Formen aus dem Reagenzglas, große und kleine Tierchen, teilweise überlappend oder munter einzeln schwebend.

Ganz anders die quadratischen Fotoarbeiten von Hans Engels: die Sieben Weltwunder im Jetztzustand. Einige Tage vor Ort aufhalten, den Genius loci in sich aufnehmen. Erst dann zückt Engels das Objektiv. Antike Pressestimmen aus ferner Zeit , angebracht neben jedem Bild, verstärken den aktuellen dekadenten Zustand einstiger Wunderwerke. Betroffen sieht der Betrachter, dass sogar Wunder vom Vergänglichen nicht verschont bleiben.

Bauhauskunst scheint Jakob Kirchheim zu seinen fünf Bildern angeregt zu haben, farbige Stäbe, teils überlappend oder Passepartout-Schnitte. Im Mischtechnik-Bild „Spin-Space“ erlangen die Objekte sogar Tiefenwirkung, Wind wirbelt sie durcheinander, was einen faszinierenden Effekt hervorruft.

Drei Portraits blicken den Besucher direkt an. Manfred Saga hat sie im klassischen Stil gemalt und im Kontrast dazu hängen gleich daneben seine grausilbrigen Fahnen, die an Gerhard Richters Gemälde „Grau“ erinnern.

„Kinderorte“ nennt Sabine Pfaff ihre Fotografien. Auf den kleinen Quadraten liegt der Fokus auf Details von Spielplätzen.

Die Räumlichkeit erlaubt es, drei großzügig ausgreifende Installationen zu platzieren. Vorhandene schwarze Säulen hat Susanne Pittroff genutzt, sie mit rotem Band abgegrenzt und „Felder 2012“ genannt.

Etwa gleich lange Astgabeln sind auf dem Boden zu einem Oval geschichtet, die „Brennholz“ Installation von Valentin Manz.

Die dritte Installation schuf Christoph Möller. Er zeigt morbide Tonarbeiten, die an klassische Tonröhren erinnern, die von Zeit und Witterung verformt und aufgebrochen scheinen.

Mittwoch, 3. Oktober 2012

Dienstag, 2. Oktober 2012

Galerie auf Zeit - Weilheim



Retrospektive


 Katrin Gabriel und Gabriela Tobin 
in der Weilheimer Galerie auf Zeit
-
 Zwei Künstlerinnen stellten vier Wochen gemeinsam aus

Gabriela Tobin, geboren in  Starnberg, erlernte ihr Handwerk während einer Bildhauerlehre und dem Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künste in München. Wichtige Stationen in ihrem künstlerischen Werdegang waren Arbeiten für das Stadtmuseum München, bühnenbildnerische Gestaltung  an den Münchner Kammerspielen und Mitarbeit am Projekt „Bunte Götter“ der Glyptothek.

Das  bildhauerische Schaffen von Gabriela Tobin basiert auf einem fundierten Naturstudium und ihrem kreativen Drang, die dem Material innewohnenden Geheimnisse zu ergründen.

In dieser Ausstellung zeigte die Künstlerin erstmals eine Serie von Arbeiten aus Gletscher- und Flusskieseln, Steinen also, die im Verlauf von vielen Jahrtausenden durch natürliche Vorgänge bearbeitet wurden. Mit weiblicher Intuition findet sie verborgene Geheimnisse in diesem Material, Zitate aus Flora und Fauna, 
die sie sensibel in die vorgefundenen Formen integriert.

Die Grenze zwischen bearbeitetem und unbearbeitetem Material, zwischen Innen und Aussen verschwimmt oder wird bewusst persifliert. Diese rätselhaft anmutenden Steinarbeiten werden ergänzt und erklärt durch eine Serie von „Rücken-Portraits“: offensichtlich menschliche Formen entspringen dem Boden oder tauchen darin ab, der Sichtweise des Betrachters wird keine Schranke auferlegt.

Katrin Gabriel, ehemals am Mittelrhein beheimatet, beschickte schon mit 16 Jahren ihre erste Gemeinschaftsausstellung und holte sich praktisch im Nachhinein ihr handwerkliches Können an der 
Freien Akademie Mannheim, u. a. bei Prof. Walter Stallwitz.

Schon während des Studium wagte sie sich an ein 2,20m breites Triptychon, auf dem alle Kirchtürme der Pfälzer Weinstraße zu sehen sind. Gleich im Anschluß erhielt sie den Auftrag, einen Kulturführer zu illustrieren, wofür sie mit dem Pfälzer Münzpreis ausgezeichnet wurde.

Nach ihrem Umzug nach Bayern studierte sie zudem Wandmalerei in München. In Privathäusern oder öffentlichen Gebäuden, wie dem Jugendtreff in Dießen konnte sie dies umsetzten. Der BR filmte sie während ihres Schaffens für die Sendung „Aufgemöbelt“. Auch das historische Uhrentürmchen des Bahnhofs Riederau wurde von ihr neu gestaltet.

In der Galerie auf Zeit wurden neben einigen älteren Werken hauptsächlich großformatige Öl- und Acrylbilder gezeigt, alle ausgeführt mit frisch angerührten Natur-Pigmenten, deren Duktus und Technik gegenständliches Basiswissen widerspiegelt.

Gemeinsamkeiten in Sachen Kindern : Beide Künstlerinnen führte auch die Arbeit mit Kindern zusammen, indem sowohl Gabriel als auch Tobin Kurse in ihrem jeweiligen Genre abhalten. 

Dienstags ist bei Katrin Gabriel offener Ateliertag zu dem sie nach telefonischer Absprache gerne einlädt. 
Sie bietet auch Malkurse für Erwachsene an.


Presseartikel zur Ausstellung von Herrn Andreas Bretting
Quelle : Weilheimer Tagblatt


Montag, 1. Oktober 2012

Otto-Hellmeier-Kulturhaus Raisting




 Helmuth Hager
„Luft & Wasser“
Malerei und Objekte 
Otto-Hellmeier-Stiftung, Raisting:
 vom 7. Okt. bis 30. Dez. 2012


Gleich im Eingangsbereich empfängt den Besucher eine zweiteilige Lichtinstallation, „Licht- und Schattenvogel“ genannt, jeweils mit einem Riesenvogel in Schwarz/Weiß ausgefüllt.
Weiß man nicht, dass der Künstler sein Bootskelett aus alten Fassgauben zusammen fügte, glaubt man sich einem archäologischen Fund gegenüber. In dessen Innerem wiederholt sich die Form in goldfarbenem Metall auf einem Fassboden.

Neben  der Metallfigur namens „Odysseus“, sind auch 14 Bildwerke zu sehen. Zwar führte Helmuth Hager sie unter dem Begriff Luft und Wasser zusammen, doch implizieren die oft geflügelten Wesen eher den Charakter von sakral bis spirituell, meist mit archaischem Duktus.